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 Institut für Deutschland- und Europastudien

Sommerschule des Instituts für Deutschland- und Europastudien 2017

„Belarus zwischen Ost und West:

auf der Suche nach dem eigenen Weg“

20.08. – 03.09.2017

Die Sommerschule zum Thema “Belarus zwischen Ost und West: auf der Suche nach dem eigenen Weg” fand vom 20. August bis zum 03. September 2017 statt. Sechzehn junge Menschen aus Deutschland, darunter auch aus der Schweiz und Österreich entdeckten während der zwei Wochen ein ihnen bisher fast unbekanntes Land. Belarussische Studierende konnten sich ebenfalls um die Teilnahme an der Sommerschule bewerben. Insgesamt haben 25 junge Leute an der Sommerschule teilgenommen.

Das Programm umfasste verschiedene Veranstaltungsformaten: Vorträge, Seminare, Ausflüge und Gesprächsrunden. Die Sommerschule in diesem Jahr wurde insbesondere der Entwicklung der Republik Belarus mit Rücksicht auf ihre Lage zwischen Ost und West sowie Zusammenarbeit der Republik mit den Nachbarländern auf der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ebene gewidmet. Im Rahmen der Sommerschule wurden auch die Fragen der zukünftigen Zusammenarbeit von Belarus und Deutschland und auch von Belarus und der Europäischen Union diskutiert.

Ein Zusatzangebot für die Studierenden war Russischunterricht. Die Studierenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Anfänger und Fortgeschrittene.

Außer den Seminaren und den Diskussionen haben die Organisatoren ein reichhaltiges kulturelles Programm vorbereitet. Die deutschen Studenten besuchten das Museums des Großen Vaterländischen Krieges, die Nationalgemäldegalerie und Schloss „Mir“. Da sich die Sommerschule auch auf Fragen der Geschichte bezog, wurde für die Teilnehmer ein Ausflug nach Trostenets geplant, wo sie das größte Vernichtungslager des 2. Weltkrieges in Belarus besuchten. Die Teilnehmer besuchten des Weiteren die Geschichtswerkstatt in Minsk, wo es weiter um das Thema des Holocausts ging. Um die Thematik der Sommerschule zu vervollständigen, haben die Organisatoren für die Teilnehmer auch Ausflüge nach Brest als westliche Stadt und Mogilev als östliche Stadt vorbereitet. Im Rahmen der Ausflüge konnten die Studierende den Unterschied zwischen Osten und Westen der Republik beobachten, es fanden die Treffen mit den Vertretern der exekutiven Verwaltung, des Migrationsamtes sowie der Universitäten in beiden Städten. Um was von der wirtschaftlichen Situation mitzubekommen, besuchten die Teilnehmer solche Unternehmen wie Zeiss Belomo in Minsk und Santa Bremor in Brest. 

Vor allem die deutschen Teilnehmer waren sehr aktiv und haben viele Fragen gestellt. Vor allem zu Fragen der Zusammenarbeit zwischen Belarus und Deutschland entstanden sehr lebhafte und anregende Diskussionen.

Am Ende der Sommerschule fand die Diskussion zum Thema „Belarussisch-deutsche Beziehungen 1992-2017 und Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit“ mit Vertretern der Deutschen Botschaft, des Außenministeriums der Republik Belarus und der BSU statt.

Die Sommerschule wurde von den Teilnehmern evaluiert. Die Vorschläge und Hinweise werden für die Konzeption zukünftiger Sommerschulen berücksichtigt.

Für das IfDE und die BSU waren die Ausrichtung der Sommerschule und der Besuch der ausländischen Teilnehmer ebenfalls eine wertvolle Erfahrung. Für die Organisation weiterer Sommerschulen besteht daher eine große Motivation.

Die Sommerschule blieb auch nicht von den lokalen Medien unbeachtet, unter dem Link findet sich ein Fernsehbeitrag aus Brest und aus Mogilev .

Feedback der Teilnehmer der Sommerschule 2017

 

Muhammad Raza Adil Khan, Hochschule Mittweida

The Summer school in Minsk is one of the unforgettable memory for me. It was my second time in Belarus and i always feel like home there as the people are very freindly and environment there is very pleasent. During sommer school I have learnt alot about Belarusian History and Economics also i have polished my russian language skills with very intresting lectures. I highly recommend students to get this experince, live two weeks full of excitment and Feel Minsk.

Marie-Therese Schreiber, Universität Viadrina/Frankfurt (Oder)

Trotz einer starken Erkältung war die Sommerschule für mich eine sehr schöne und spannende Erfahrung, die ich nicht missen wollen würde. Das Programm war sehr intensiv und wir haben viel über die Geschichte und die Erinnerungskultur, die ökonomische Situation und vor allem das politische Selbstverständnis erfahren. Der Name „Belarus zwischen Ost und West“ war nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich Programm: Neben Minsk besuchten wir die Städte Brest und Mogilev. Wir sprachen mit Vertretern der Migrationsbehörden und des Außenministeriums, besuchten zahlreiche Gedenkstätten, Museen und die Nationalgalerie, um nur einiges zu nennen. Die beiden Russischlehrerinnen waren sehr nett und kompetent, genauso wie das Organisationsteam, das immer ein offenes Ohr für euch hat. Wenn ihr die Möglichkeit habt, fahrt hin, schaut es euch selbst an und fühlt euch in das Land hinein!

Josephine Doll, Universität Freiburg

Das wichtigste ist für mich die Kommunikation. Das wir alle unterschiedlich sind bedeutet nicht, dass wir nichts gemeinsam haben. Ich denke, unsere Lieder, Tanzen, Gedichte und Spiele für sich selbst sagen. Für mich war sehr spannend sowohl die Gegebenheiten des Lebens, als auch die Kulturwerte und Traditionen mit den ausländischen Studenten ständig zu vergleichen. Jeder hat die ganze Welt von Kenntnissen, Gedanken, Hoffnungen mitgenommen und mitgeteilt, und das hat mich persönlich maßgeblich bereichert. Zusammen haben wir Belarus entdeckt, mit seinen bekannten und unbekannten Namen, Straßen, Orten, Zahlen. Mein ganz besonderer Dank gilt den Professoren, Führern und Experten, die uns dabei viel geholfen haben. Innerhalb und außerhalb des Programms habe ich viele schöne Momente gehabt. Bestimmt werde ich mich an die Sommerschulzeit immer mit einem Lächeln erinnern.