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 Institut für Deutschland- und Europastudien

Sommerschule des Instituts für Deutschland- und Europastudien an der Belarussischen Staatlichen Universität

DAAD „go east“ – Sommerschule

 

Zwischen Russland und der EU –

geschichtliche und aktuelle Entwicklungen in Belarus

05.08. – 18.08.2019 in Minsk

 

Ausschreibung für belarussische Studierende 

Die Republik Belarus befindet sich – ähnlich wie ihre zwei südlichen Nachbarn Ukraine und Republik Moldau - an der Schnittstelle zweier geopolitischer Einflusssphären. Einerseits wird das enge Verhältnis zur Russischen Föderation betont und durch regelmäßige bilaterale Begegnungen auf höchster Ebene bestätigt. Andererseits ist das Bemühen zu erkennen, sich einer Kooperation mit den Ländern der EU weiter zu öffnen und somit den 2016 mit der Aufhebung der meisten Sanktionen begonnenen Kurs der vorsichtigen Annäherung fortzusetzen. Sichtbarstes Indiz hierfür ist die schrittweise Lockerung der Einreisebestimmungen für bis zu einmonatige Aufenthalte im Land.

Ungeachtet dieser allmählichen Öffnung ist das sowjetische Erbe in Belarus immer noch deutlich zu spüren - sichtbar in Gestalt der umfangreichen und in großen Teilen renovierten Bausubstanz, aber auch in fest verankerten Merkmalen des alten Denkens, und zwar nicht nur in Wirtschaft, Behörden und sonstigen staatlichen Einrichtungen. Dies ist einer der Gründe dafür, dass das mediale Bild und die allgemeine Wahrnehmung von Belarus im deutschsprachigen Raum immer noch weitgehend auf das Etikett „letzte Diktatur Europas“ reduziert ist.

Die Lage zwischen Ost und West zieht sich wie ein roter Faden durch die wechselvolle Geschichte von Belarus, wo sich die Idee einer Eigenstaatlichkeit erst ab dem späten 19. Jahrhundert entwickelte. Bezugspunkte zur Identitätsbestimmung werden sowohl im spätmittelalterlichen Großfürstentum Litauen, als auch in der Sowjetunion gesucht. Ebenfalls prägend und nach wie vor intensiv gepflegt wird die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, die aber auch verstärkend für einen deutsch-belarussischen Dialog wirken kann, wie die hochrangig begleitete Einweihung der erweiterten Gedenkstätte Trostenez im Juli vergangenes Jahres zeigt.

Die Sommerschule bietet

- Seminare und Gesprächsrunden mit Diplomaten und Experten

- Exkursionen zu staatlichen Behörden und Wirtschaftsunternehmen

- Ausflüge nach Grodno und Mogilev

- ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitprogramm

- Dialog zwischen deutschen und belarussischen Teilnehmern

Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch.

 Die Sommerschule steht allen Interessierten offen. Wenn Sie neugierig auf einen intensiven Austausch mit deutschen Studierenden sind, dann bewerben Sie sich! Über Ihr Interesse würden wir uns sehr freuen.

Eigenbeteiligung: ca. 55 BYN 

Anmeldung /Bewerbung – per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

- Anmeldeformular 

- Lebenslauf

- ca. 1-seitiges Motivationsschreiben mit Begründung des Teilnahmewunschs

weitere Informationen - Institut für Deutschlandstudien an der BSU

ifde.bsu.by Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

- Ansprechpartner: 

Nikita Klepov Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. Vladimir Tikhonov (Leiter) Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Anmelde-/Bewerbungsschluss: 21.07.2019