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 Institut für Deutschland- und Europastudien

In diesem Jahr organisierte das Institut für Deutschlandstudien mit Unterstützung des DAAD Go-East-Programms erneut zwei Sommerschulen. Die erste Sommerschule fand vom 21. August bis zum 04. September 2016 statt und wurde dem Thema “Belarus und die slawische Welt: die Vergangenheit und die Zukunft” gewidmet.

12 Studierende aus Deutschland und Polen entdeckten während der zwei Wochen ein ihnen bisher fast unbekanntes Land. 

 Die Teilnehmer hörten Vorträge über Geschichte, Politik, slawische Sprachen und belarussische Kultur. Während der Rundtischgespräche mit Vertretern des belorussischen Außenministeriums kamen Fragen der Zusammenarbeit der slawischen Länder in Wirtschaft, Politik und Kultur zur Sprache.

                                                      

                                                     

In der ersten Woche wurden die Perestroika in der UdSSR, Probleme der slawischen Sprachen, der belarussischen Geschichte diskutiert. Alle Seminare wurden von den Dozenten der BSU auf Deutsch und Englisch vorbereitet und durchgeführt. Um die erworbenen Kenntnisse praktisch zu unterstützen, besuchten die Teilnehmer der Sommerschule Trostenetz und die Gedenkstätte des Minsker Ghettos, das Museum des Großen Vaterländischen Krieges, die Nationalgalerie sowie die Städte Witebsk und Polozk . 

In der ältesten Stadt des Landes, Polozk, hatten die ausländischen gemeinsam mit Studenten aus Belarus eine Stadtrundfahrt, besuchten die Sofia-Kathedrale und ein Orgelkonzert. Hier konnte man in die slawische Kultur eintauchen.

                                                     

                                                     

In der Heimatstadt von Marc Chagall und den Ort des jährlichen Festivals „Slawjanski Basar“, Witebsk, halten die Studenten eine Führung und besuchten das Haus, in dem der berühmte Sohn der Stadt seine Kindheit und Jugend verbrachte.

Die zweite Woche der Sommerschule war der belarussische Geschichte und Kultur gewidmet. Im Museum für belarussische Literatur haben die Teilnehmer belarussische Volkstänze gelernt.

Zum Abschluss der Sommerschulen fand ein Rundtischgespräch zum Thema „Vielfalt der Ethnien, Religionen und Weltsichten: Erfahrung in Belarus, Österreich und Deutschland. An der Diskussion nahmen auch ausländische Vertreter  teil. 

                                                      

                                                                                                                        

Es ist schon zu einer Traditionen geworden, die Abschlussfeier am Minsker Meer zu verbringen. Dort lernten die Teilnehmer belarussisches Schaschlyk und einen weiteren belarussischen Volkstanz kennen.

                                                      

                                                                                                                     

Das IfD bedankt sich bei allen Teilnehmern, Experten und Referenten für die Teilnahme an der Sommerschule und hofft auf weitere gute Zusammenarbeit!

 

Feedback der Teilnehmer der Sommerschule 2016

 

Jakob Dirksen, Universität Passau

Die Sommerschule hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Die Exkursionen, Kurse und Ausflüge waren interessant und lustig. Ich habe in Belarus neue Sachen entdeckt  und dabei viel Neues erlebt. Was ich gut finde ist, dass die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ein bisschen die Sprachen zu lernen. Ich komme selbst aus Kasachstan und spreche fließend Russisch. So fand ich interessant, in der Sommerschule einen Belarussisch-Kurs zu belegen - einfach um die zwei Sprachen miteinander zu vergleichen und um zu hören, wie die belarussische Sprache klingt.  In der Sommerschule haben wir auch ein paar belarussische Studenten und Studentinnen kennengelernt, mit denen wir abends viel unterwegs waren. Jetzt habe ich auch ein paar gute Freunden hier gefunden, die ich in der Zukunft besuchen werde.

Katja Michalenko, Belarussische Nationale Technische Universität

Also, das war die schönste Zeit, die wir hier in Minsk zusammen verbracht haben! So viel erlebt und so viel passiert! Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich eine solche Möglichkeit bekommen habe, an der Sommerschule teilzunehmen. Es war eine sehr interessierte und engagierte Gruppe. Alle Teilnehmer haben so viele Fragen gestellt, um möglicherweise mehr Informationen über Belarus zu bekommen. Hoffentlich hat das für alle geklappt und ihre bisherige Vorstellungen über das Land haben sich ein bisschen verändert. Ich hoffe, dass die Deutschen später wieder nach Belarus kommen, um unser Land weiter zu entdecken!

Johaness Will, Universität Ingolstadt

Besonders interessant fand ich die Vorträge von der BSU-Dozentin Frau Schabasova. Sie hat über die Perestroika in der UdSSR und die Transformationsperiode und ihre Besonderheiten in den slawischen Ländern gesprochen. Das war sehr interessant, toll präsentiert. Es gab viele interessante Programmpunkte. Mir hat persönlich die Stadt Witebsk sehr gut gefallen. Aber auch der Besuch der orthodoxen Kirche hat einen großen Eindruck auf mich gemacht. Ich muss sagen, ich habe selten so eine prächtige Kirche gesehen. In der Zukunft würde ich gerne noch weitere Städte anschauen. Ich studiere in meinem Studiengang zusammen mit vier Frauen aus Belarus. Eine kommt aus Grodno, da würde ich gerne hinfahren. Aber auch nach Brest, wo ich gerne die Brester Festung besichtigen würde. Ich denke, dass ich Belarus auf jeden Fall Freunden empfehlen werde. Es ist ein spannendes und interessantes Land.