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 Institut für Deutschland- und Europastudien

In diesem Jahr fand die internationale Sommerschule „Belarus vor neuen Herausforderungen zwischen Ost und West“ an der Belarussischen Staatlichen Universität vom 5. bis zum 19. August statt. 23 Studierende aus Deutschland und Belarus haben daran teilgenommen.

Die Sommerschule in diesem Jahr war Themen der historischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklung der Republik Belarus gewidmet. Im Rahmen der Sommerschule wurden auch Fragen der Zusammenarbeit von Belarus und Deutschland und auch von Belarus und der Europäischen Union diskutiert.

Die ersten Eindrücke sammelten die ausländischen Studierenden schon am ersten Tag der Sommerschule, indem sie eine Stadtführung durch die belarussischen Teilnehmer bekamen. Diese zeigten den deutschen Gästen ihre Lieblingscáfes und gaben auch praktische Tipps, z.B. wo man die leckersten Draniki essen oder Mitbringsel für Freunde kaufen kann.

In der ersten Woche der Sommerschule wurden die Themen Geschichte, Außenpolitik und Integrationsprozesse der Republik Belarus angesprochen. Auch die Multikulturalität der belarussischen Städte wurde behandelt. Die Teilnehmer der Sommerschule besuchten das Exekutivkomitee der GUS-Staaten, das Museum des Großen Vaterländischen Krieges und die Nationalgemäldegalerie. Zusammen mit Dr. Kuzma Kozak von der Geschichtswerkstatt „Leonid Levin“ besichtigten die Teilnehmenden das ehemalige KZ Trostenets und das Mahnmal im Wald Blagowtschina, zu dessen Eröffnung am 29.Juni 2018 auch Bundespräsident Steinmeier angereist war.  

Am Wochenende machte die Gruppe einen Ausflug in die westlichste belarussische Großstadt Grodno und auch nach Mogilev im Osten. Im Rahmen des Ausflugs konnten die Teilnehmer den Unterschied zwischen Ost und West der Republik beobachten. In Mogilev und Grodno fanden Treffen mit den Vertretern des lokalen Gewerbes und der freien Wirtschaftszone statt, es wurde auch ein Kulturprogramm mit Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von beiden Städten organisiert. In Grodno kamen die Teilnehmer mit dem Pastor der einzigen in Belarus lutherischen Kirche ins Gespräch und genossen ein kleines Orgelkonzert. 

Die zweite Woche gab den Teilnehmern einen Eindruck über das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Republik. Wir besuchten die Uhrenfabrik als Beispiel für erfolgreiche Investitionen aus dem Ausland. Im Firmenladen der Fabrik konnten die Teilnehmer einige Geschenke für sich und für ihre Familie aussuchen, die sie als Mitbringsel aus Belarus mit nach Deutschland genommen haben.

Am Ende der Sommerschule fanden zwei wichtige Diskussionen zum Thema der deutsch-belarussischen Beziehungen und zu Kultur und Bildung statt, an der der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Peter Dettmar sowie der Vertreter des Außenministeriums der Republik Belarus teilnahmen.

Nach alter Sommerschultradition verbrachten alle Teilnehmer den letzten Abend am Minsker Meer mit Tanzen, Singen und Schaschlyk.

Das Organisationsteam bedankt sich bei allen, die am Programm dieser wunderschönen Wochen mitgewirkt haben und hofft auf eine Fortsetzung dieses Formats im kommenden Jahr.